Ausbildung oder duales Studium

Wenn Du schon in Deutschland lebst, weißt Du sicher, was „Ausbildung“ bedeutet, oder hast es zumindest gehört. Für diejenigen, die es nicht wissen, ist es der deutsche Name für „Duale Berufsausbildung“. Das heißt nichts Anderes als, gleichzeitig lernen und arbeiten.

  • Die Ausbildung besteht aus dem Studium eines Gewerbes, jedoch mit zwei unterschiedlichen Ansätzen: dem Studium an einer Berufsschule und dem Praktikum in einem Unternehmen, das dir die Möglichkeit gibt, gleichzeitig das zu üben, was Du studierst (daher erhält es den Namen Duale Ausbildung) Der überwiegend praktische Teil der Ausbildung liegt weit über dem theoretischen Teil.
  • Der praktische Teil wird in einem Unternehmen oder einer Firma durchgeführt, das bzw. die vom Studenten gesucht und ausgewählt werden muss, entweder direkt oder über das Arbeitsamt.
  • Der theoretische Teil des Studiums wird in einem Institut oder Berufsschule absolviert, das bzw. die ebenfalls unter allen möglichen Schulen, vom eigenen Interessenten ausgewählt werden muss.
  • Die Verteilung beträgt in der Regel 3 oder 4 Tage pro Woche, praktisches arbeiten und 1 oder 2 Tage pro Woche, muss am Unterricht in der Schule teilgenommen werden, um den theoretischen Teil des dualen Studiums zu leisten (die Schulzeit entspricht dem normalen Unterricht einer Grundschule, d. h. in der Regel einen halben Unterrichttag) Der Stundenplan ist in der Regel flexibel, um ihn mit deinem täglichen Leben zu verknüpfen. Obwohl es Ausnahmen gibt.
  • Die duale Ausbildung dauert zwischen drei und dreieinhalb Jahren (3 bis 3,5 Jahre) In einigen Fällen können solche Fristen verkürzt werden, wenn der Student ausreichende Vorkenntnisse nachweist.
  • In der Zeit der Ausbildung erhältst du ein Entgelt. Die Höhe richtet sich nach dem Unternehmen, mit dem du eine Vereinbarung getroffen hast, liegt jedoch in der Regel zwischen 400 und 600 Euro.
  • Gegen Mitte der Ausbildung muss eine Zwischen- und am Ende eine Abschlussprüfung abgelegt werden, die bestanden werden muss, um den entsprechenden Abschluss für die gewählte Ausbildung zu erhalten.
  • Wird die Abschlussprüfung nicht bestanden, kann sie nach 6 Monaten wiederholt werden, wird sie jedoch erneut verfehlt, muss der gesamte Praktikumsablauf wiederholt werden.
  • Um Zugang zu einer Berufsausbildung zu erhalten, muss die Hauptschule, also die Grundschule, bereits abgeschlossen sein.

 

Dies wären die allgemeinen Merkmale einer Ausbildung, aber es sind einige Punkte zu beachten:

  • Wenn der Student nach einem Unternehmen sucht, in dem er das Praktikum absolvieren möchte, muss er genauso vorgehen, als ob er einen Job suchen würde (da er es ja wirklich macht) mit allem was dazu gehört, nämlich die Übermittlung des Lebenslaufs, Motivationsschreiben, Vorstellungsgespräch und am Ende die Unterzeichnung eines Ausbildungsvertrags.
  • Selbst wenn Du ein Handwerk erlernst und ein Praktikum absolvierst, müssen Du bedenken, dass Du in diesem Fall ein ganz normales Angestellter bist, mit einem Arbeitsvertrag und auch genauso behandelt wirst wie jeder andere Arbeiter der Firma in der Du arbeitest. Daher musst Du die gleichen Aufgaben erfüllen, obwohl Du im Allgemeinen von einer Person beaufsichtigt wirst, die dich während deiner Lehrzeit unterrichtet und anleitet.
  • Da es so viele verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten gibt (über 350), ist es für junge Deutsche manchmal nicht einfach, sich für eine zu entscheiden, so dass Du die Möglichkeit hast, zweiwöchige Praktika zu absolvieren während Du noch in der Schule bis (in der Regel kannst Du diese Praktika im siebten oder achten Schuljahr durchführen).
  • Diese Praktiken werden in Unternehmen durchgeführt, die mit dem Sektor verbunden sind, in dem Du deine beruflichen Schritte ausführen möchten. Die Arbeit mit einem Praktikumsvertrag in einem Unternehmen versichert dir nicht, dass Du nach Abschluss der Ausbildung eingestellt wirst, aber es gibt eine ziemlich reale und greifbare Möglichkeit dazu.
  • Wenn ein Bewerber keinen Platz in einem Ausbildungssektor findet der ihm interessiert, hat er die Möglichkeit eine, zwischen 6 und 12 Monate dauernde Einstiegqualifizierung zu wählen, für die er auch ein monatliches Entgelt bekommt, da es eine ganz normale Anstellung mit Praktikumsvertrag in einem Unternehmen ist.


Und nun zu einem der Punkte, die die jungen Venezolaner besonders interessieren könnten, die sich derzeit in Venezuela oder in einem anderen Teil der Welt aufhalten und die gerne nach Deutschland kommen würden, um sich ausbilden zu lassen, um sich mit etwas Glück dem Arbeitsmarkt anzuschließen:


  • Es ist wichtig die deutsche Sprache zu dominieren. Du kannst keine Ausbildung beabsichtigen, wenn Du kein Deutsch sprichst. Es ist wichtig und notwendig, Kurse in dieser Sprache zu besuchen, um in Deutschland studieren und arbeiten zu können.
  • Du musst es nicht zu 100% beherrschen, aber es verstehen und dich verständlich machen. Wenn Du die Sprache nicht beherrscht, kann es sein, dass sie dich nicht als Praktikant nehmen.
  • Es gibt einige Unternehmen, die bereit sind, dich auch ohne ausreichende Deutschkenntnisse zu akzeptieren, aber immer unter der Bedingung, dass Du einen Deutschkurs gleichzeitig und zusätzlich zu der theoretischen uns praktischen Schulungen belegst, aber offensichtlich sind nicht alle Firmen so kulant.
  • In vielen Berufszweigen wirst Du aufgefordert eine Prüfung abzulegen, die deine Deutschkenntnisse belegen sollen. Die Abschlussprüfung, die Du bestehen musst, ist in Deutsch, daher ist es wichtig, dass Du es gleich gut lernst.
  • Die Deutschen beginnen diese Ausbildung mit einem Durchschnittsalter von etwa 20 Jahre, aber das Durchschnittsalter der ausländischen Studenten ist in der Regel 30 Jahre.

 

Zum Schluss noch ein paar interessante WEB-Links:

  • Arbeitsamt. https://www.arbeitsagentur.de Du kannst ein Termin mit dem professionellen Berater vereinbaren, der dich bei der Auswahl einer Ausbildung oder eines bestimmten dualen Studiums hilft.
  • BerufeNet https://www.berufe.tv Hier können Sie Informationen zu allen Berufsprofilen abrufen, auf die zugegriffen werden kann.
  • BerufeTV https://www.berufenet.de So wie die vorherige Website, können auch hier Informationen über Berufsprofile abgefragt werden.
  • Planet Beruf https://www.planet-beruf.de Orientierungshilfe zur Auswahl des Berufsprofils. Auch Informationen für Eltern, die ihren Kindern helfen und leiten wollen.
  • Jobbörse https://jobboerse.arbeitsagentur.de Auf dieser Website kannst Du nach Orten suchen, an denen Du eine duale Ausbildung absolvieren kannst.
  • KursNet https://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs Hier kannst Du Orte für deine Schulpraktiken finden.
  • Handelskammer https://www.dihk.de/ihk-finder/ihk-finder-dihk.html Hier kannst Du dich als auszubildende Kandidat beraten lassen oder dich über Ausbildungsplätze informieren. In jeder Handelskammer in Deutschland kannst Du auch Lehrlingsprüfungen ablegen.
  • Wettbewerbsagenturen https://www.jugend-staerken.de Hier erhältst Du individuelle Beratung zum Übergang von der Berufsschule in die Praxis.
  • Mentoren https://www.aktion-zusammen-wachsen.de In Deutschland gibt es die Figur des Mentors der sogenannten „Bildungspaten“, der sich anbieten, junge Menschen bei dem Erwerb ihres Berufstitels zu begleiten und zu unterstützen. Informationen dazu finden Sie auf dieser Website.
  • Siehe https://vera.ses-bonn.de Dieses Programm versucht, die Unterbrechung der Ausbildung durch die Schüler so gering wie möglich zu halten und ihnen jede Art von Unterstützung zukommen zu lassen, auch wenn in einigen Fällen der Privatunterricht außerhalb der Übungsstunden notwendig ist.


Um zu bestimmen, was wir unternehmen möchten, haben wir eine ganze Welt von Möglichkeiten anzubieten. Man muss nur wollen und Interesse zeigen, dann bekommt man auch integrierte Hilfe.

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